Orlando-Shooting: Amerika trauert. Und spekuliert.

Hey!

Oha, ich verlasse Omaha bereits in drei Tagen. Letztes Wochenende war ich auf dem Strangeland-Festival. Das hat richtig Spaß gemacht und sogar meine Gast-Großmutter ist mitgekommen. Warum ich aber innerhalb so kurzer Zeit noch einmal schreibe, hat allerdings einen sehr traurigen Grund zum Anlass.

Während ich und viele andere auch auf dem Festival Spaß hatte, gab es Samstagnacht ein schreckliches Mass-Shooting in Orlando. Ein schwerbewaffneter Mann ist in eine Bar für Homosexuelle gelaufen und hat mit einem automatischen Sturmgewehr 59 Menschen getötet und viele andere verletzt. Amerika trauert. Und spekuliert.

Der Täter hatte sich eine Woche vor der Tat von seiner Frau getrennt. Besser gesagt: Sie hat sich von ihm getrennt, da er sie misshandelt haben soll. Den Medien zufolge soll er die Menschen aus religiösen Gründen erschossen haben. Er war wohl ein Muslim. Seine Frau sagte jedoch, dass er nie wirklich religiös war. Er wurde in den USA geboren und ist dort auch aufgewachsen. Viele Medien versuchen alles, die Tat auf religiösen Fanatismus zu schieben. Dort heißt es, der Täter habe kurz vor dem Attentat den Notruf 911 angerufen und gesagt, dass dies ein Anschlag des IS sei. Aufnahmen, die dies belegen, gibt es jedoch nicht.

Anstatt wild herum zu spekulieren und blind gegen Muslime zu hetzen, sollten die Medien vielleicht ein wenig sachlicher an die Sache herangehen und die Ermittlungen abwarten. Vielleicht sollten die Amerikaner auch mal darüber nachdenken, dass ein paar neue schärfere Waffengesetze die Tat unter Umständen hätten verhindern – oder zumindest sehr erschweren – können. Unfassbar, dass man militärische Sturmgewehre sehr einfach und legal in vielen Staaten der USA kaufen kann.

In meinem letzten Beitrag hatte ich gepostet, dass es in Amerika schon eine große Akzeptanz gegenüber Homosexuellen gibt. Umso trauriger ist es für mich, was nun in Orlando geschehen ist.

Mein Beileid gilt allen Familien, Angehörigen und Freunden der Opfer.

Wir haben 2016. Man sollte doch die Möglichkeit haben, zu lieben, wen man will.

 

Marlena

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