Ich lerne mich selbst ganz “amerikanisch” kennen

Halli-Hallo!

Mir geht es sehr gut momentan – und das nicht nur, weil wir jetzt wieder gutes Wetter und Sonne haben. Ich habe jetzt schon über die Hälfte rum, und ich freue mich immer mehr darauf, meine Familie und Freunde wiederzusehen. Ich bin aber auch traurig, wenn ich daran denke, dass ich hier schon bald wieder weg muss.

Meine Gastmutter wird immer runder und ich auch ein wenig (Das Essen ist schuld!). Ich bin schon ganz doll aufgeregt, ein kleines Gast-Geschwisterchen zu bekommen! Hier gibt es jedoch ansonsten gar nicht so viel Neues.

Ich dachte mir, dass ich mal einfach so über meinen Alltag schreibe. Der sieht hier nämlich anders aus, als es in Deutschland der Fall war.

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In der Woche heißt es für mich um 5.50 Uhr: „Guten Morgen!“. Mein Schulbus holt mich nämlich vor der Tür schon um 7 Uhr ab – in Deutschland habe ich neben der Schule gewohnt und konnte somit einfach schnell über die Straße hüpfen. Die Schule geht dann von 7.40 Uhr bis 15.05 Uhr. Pro Schultag habe ich vier verschiedene Fächer. Jedes Fach findet in einer eigenen „Klasse“ bzw. in einem Kurs mit verschiedenen Leuten statt. Dazwischen gibt es jeweils äußerst sportlich bemessene Pausen: Drei Minuten Zeit haben wir, um uns mit 2000 Schülern durch die Gänge zum nächsten Kurs zu quetschen. Was mir wirklich gefällt, ist, dass man seine Kurse frei wählen kann und es von Kochen bis Jura alles gibt. Die Schüler müssen jedoch in ihren High-School-Jahren bestimmte Fachbereiche abdecken und Pflichtkurse belegen.

Eine wirkliche Pause gibt es jedoch nur eine: Die „Lunch Break“ zum Mittagessen dauert 30 Minuten. Das Schulgelände verlassen darf keiner. Sicherheitsmänner und Polizisten passen da auch wirklich gut auf!

Screenshot_2016-02-15-21-12-51-1-1Nach der Schule gibt es tausende von Möglichkeiten, in Aktivitäten der Schule mitzuwirken. Ich habe entweder German-Club oder Fußball. Das macht großen Spaß, besonders weil man einfach so viele neue Leute kennenlernt.

Viele Personen haben mir schon gesagt, dass ich super amerikanisch geworden sei. Ob das wirklich positiv ist oder negativ, weiß ich nicht so genau 😉

So ein Auslandjahr ist nicht nur besonders, weil man so viel Neues sieht. Es ist auch deshalb besonders, weil man sich selbst noch einmal ganz anders kennenlernt.

Ich kann es jedem empfehlen! Es ist nicht immer leicht, aber man nimmt so unendlich viel mit. Ich knüpfe Beziehungen, die hoffentlich noch lange anhalten werden, und lerne so unglaublich viel, dass mein Kopf raucht.

Ich bin einfach dankbar, dass ich diese Möglichkeit habe und dass mich so viele wundervolle Menschen dabei unterstützen.

Dieses Mal mit ganz viel Liebe

 

Marlena

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