“Mittlerweile habe ich mich schon recht gut eingelebt.”

Hola,

bei mir ist jede Menge los! Mit dem Alltag kommen hier auch neue Aufgaben, neue Menschen und so weiter. Ich genieße es immer noch hier zu sein und lerne immer besser Amerika kennen.

Foto 1Es ist schon ein eigenartiges Land. Mittlerweile traue ich mich zu sagen, dass ich hier nicht wohnen wollen würde. Und das nicht wegen den Menschen. Ich bin immer noch der Meinung, dass die Amerikaner alle sehr freundlich und sehr zuvorkommend sind. Auch genieße ich hier die Schule. Der Stoff ist leicht für mich, und es ist hier normal, dass man schläft oder Musik hört. Das gefällt mir – ehrlich gesagt – ganz gut. Allerdings startet Schule hier früher und endet später. Und Pausen hat man auch nur eine einzige für 30 Minuten. Was mir ziemlich gut gefällt ist, dass meine High School auch einige Schüler mit Behinderungen hat (nennen sich hier Rockstars). Die Schüler lernen hier den Umgang und die Verhaltensweisen mit ihnen und das gefällt mir ziemlich gut. Ein anderer Unterschied ist, dass die Schüler verschiedene Fächer wählen können. Ich glaube, es gibt ca. 60 verschiedene Fächer. Sie sind verpflichtet, manche Fächer für eine bestimmte Zeit zu belegen. Dafür gibt es eine Vielfalt an Klassen wie Sociology (Sozialkunde), Food (Essen)….

Foto 4Meine Gastfamilie und ich verstehen uns immer noch gut. Natürlich gibt es ab und zu mal Zankereien, aber so ist das ja nun mal auch in einer Familie. Meine Gastmutter hat mir erlaubt, es jetzt öffentlich zu machen, also: Meine Gastmutter ist schwanger. Sie ist jetzt im 3. Monat. Das heißt, dass sie schwanger geworden ist, kurz bevor ich angereist bin. Stichtag ist der 25. Mai. Das bedeutet für mich, dass ich ein kleines Gastgeschwisterchen bekommen und es auch noch sehen werde. *Freu* Ob Brüderchen oder Schwesterchen, ist ungewiss.

Foto 3Während ich dies schreibe sitze ich in der Schule. Keine Panik – nicht in meiner, sonst würde ich aufpassen. Ich bin heute, da ich Schulfrei habe, in der Schule meiner Gastmutter, wo sie als Mathelehrerin arbeitet. Ich erzähle hier ein bisschen was über deutsche Kultur. Ihre Schüler sind in der 7. bis 8. Klasse, was es sehr interessant für mich macht, zu sehen, ob sie sich interessieren und wofür. Die meisten Fragen, die mir gestellt werden, sind über deutsches Essen, Filme, Musik oder Schule. Allerdings sind auch Schüler dabei gewesen, die mir politische Fragen gestellt haben wie: „Is the Berlin Wall still there?“ (Steht die Berliner Mauer noch?) oder Fragen wie „What is the name of the German president?“ (Wie ist der Name von dem deutschen Präsidenten?). Als ich erzählt habe, dass wir einen Bundeskanzler haben und dazu noch eine Frau, waren alle ganz aus dem Häuschen. Manche Dinge finde ich jedoch auch traurig. Zum Beispiel habe ich gefragt, ob sie irgendeine deutsche Stadt kennen, und leider konnte mir kein Schüler darauf eine Antwort geben. Mich haben jetzt auch schon zwei High-School-Schüler gefragt, ob Hitler noch lebt, was mich dann doch sehr schockiert hat.

Foto 2Ich glaube, mittlerweile habe ich mich schon recht gut eingelebt. Ich bin auf Geburtstagsfeiern, habe Halloween gefeiert und lebe so vor mich hin. Jetzt steht ja auch schon Weihnachten vor der Tür.

Bis zum nächsten Eintrag!

(Nun ist es schon ein bisschen her, dass ich all dies geschrieben habe. Ich habe gerade von den Terroranschlägen in Paris gehört und möchte mein Mitgefühl für die Opfer und die Familien der Opfer ausdrücken!

Ich möchte auch darauf hinweisen, dass nicht alle Muslime oder Menschen aus dem Nahen Osten Terroristen sind. Das gilt auch für Flüchtlinge. Ich hoffe sehr, dass die Wut gegenüber den Terroristen nicht an denen ausgelassen wird! #PrayForParis)

 

Marlena

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