“Überall, wo man hingeht, ist Religion”

Moin moin!

Ich wollte mal ein bisschen was zum Thema Kirche schreiben und meine Erfahrungen mit euch teilen.

Glaube und Religion spielen hier eine ganz andere Rolle als in Deutschland. Vorab möchte ich sagen, dass ich zwar konfirmiert bin, mich aber nicht als gläubig bezeichnen würde. Meine Gasteltern sind beide Christen, und somit heißt es für mich jeden Sonntag um 10 Uhr: eine Stunde Gottesdienst. Kirche ist hier komplett anders. Klatschen, reinrufen, tanzen, Rock-Musik – in Deutschland alles undenkbar, hier normal.

151030 - Marlena 3In unserer Kirche gibt es eine Band mit Schlagzeug, E-Gitarre etc., die jeden Sonntag Musik macht. Alte Kirchenlieder werden hier nicht gesungen, neue Popsongs oder ähnliches mit sehr religiösen Songtexten werden hier aufgelegt. Natürlich muss man dabei auch ein bisschen tanzen. Amen wird im Sekundentakt reingerufen. Gepredigt wird hier kurz und bündig, und die Themen unterscheiden sich nicht so sehr von den Themen, die ich aus Deutschland kenne. (Einschlafen tut hier keiner 😉 )

Man kennt jeden, mag jeden und jeder mag einen. Es ist ein völlig anderes Erlebnis als ich es kenne.

Jeden zweiten Dienstag habe ich mit meinen Gasteltern “Bible Study”. Man trifft sich mit einer Gruppe aus Freunden und Bekannten und diskutiert über Religion und redet über seine persönlichen Probleme und Gefühle. Ich bin kein großer Fan davon, da ich den meisten Dingen nicht zustimme, aber auch nicht mit so vielen Christen diskutieren möchte. Meinen Gasteltern kann ich danach sagen, was ich gut fand und was nicht. Ich würde sagen, dass überall, wo man hingeht, Religion vorfindet. Auch würde ich sagen, dass es nicht so “abwechslungsreich” ist wie in Deutschland.

Morgen ist Sonntag, was für mich früh aufstehen und Kirche heißt. In diesem Sinne:

Good night.

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