Wahlkreis

Die erste urkundliche Erwähnung Altonas findet sich im Jahre 1536. Am 23. August 1664 verlieh Dänemarks König Friedrich III Altona die Stadtrechte – ein Datum, das sich 2014 zum 350. Mal jährt. Glaubens- und Gewerbefreiheit kennzeichneten Altona von Beginn an. Bis heute ist es geprägt durch eine Tradition der Toleranz und Mitmenschlichkeit. Altona blieb die folgenden 200 Jahre nach seiner Stadtgründung dänisch und war lange Zeit die zweitgrößte Stadt Dänemarks. Erst 1871 wurde es Teil des Deutschen Reiches.

Maßgeblich durch den Einfluss von Max Brauer beschloss der preußische Landtag 1927 mit dem Groß-Altona-Gesetz, die Eingemeindung der Elbvororte. Die Stadt Altona an der Elbe wurde ihrerseits zehn Jahre später mit dem Groß-Hamburg-Gesetz der Nachbarstadt Hamburg zugeschlagen und ihr sozialdemokratischer Bürgermeister Max Brauer floh ins Exil. Nach dem Krieg wurde Altona einer der sieben Hamburger Bezirke. Eine letzte Veränderung fand 2008 statt, als das Schanzenviertel zum Bezirk Altona kam.

Altona ist nicht nur der westlichste, sondern auch der schönste aller Hamburger Bezirke. Das Besondere ist die Vielfalt, die sich tagtäglich in den verschiedenen Stadtteilen zeigt. Ob Fischmarkt, Teufelsbrück oder Wittenbergener Stand – die Nähe zur Elbe und die Verbundenheit mit dem Wasser machen sich an vielen Orten bemerkbar. Gleichzeitig prägt Altona eine bunte und kulturelle Vielfalt, die von der Roten Flora über die altonale bis zum mondänen Klönschnack-Neujahrsempfang im Café Jacob reicht.

Die Stadtteile Altona-Nord und Altona-Altstadt zählen zum Kerngebiet des Wahlkreises. Es zieht sich vom Fischmarkt bis zum Bahnhof Altona. Hier befindet sich auch das Quartiersprojekt “Mitte Altona”, das an den Bahnhof angrenzt. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wird der Rahmen eines neuen Stadtteils ausgearbeitet, der vor allem durch eine Maxime hervorsticht: das inklusive Wohnen. Junge und Alte, Behinderte und Nichtbehinderte, Deutsche und Migranten sollen in der Mitte Altona bewusst gemeinsam zusammen leben.

Das Schanzenviertel ist alternativ, rebellisch, kreativ und bunt. Deswegen ist es auch eines der Kreativzentren Hamburgs. Gleichzeitig steht es aber immer wieder im Fokus vieler aktueller Debatten.

Ottensen ist ein ehemaliger Arbeiterstadtteil. Bis heute sieht man dies an den zahlreichen Fabrikgebäuden in den kleinen Straßen des Stadtteils. Inzwischen hat sich Ottensen jedoch deutlich gewandelt und zählt mittlerweile zu den teuersten Vierteln Hamburgs. Der Stadtteil Bahrenfeld wird durch die A7 gespalten. Daher bemühen sich seit mehr als 20 Jahren Bürgerinitiativen und die Altonaer Politik um den Bau eines Autobahndeckels. Neben dem Lärmschutz steht hier der Wunsch nach einer städtebaulichen Zusammenführung des Stadtteils im Vordergrund.

Osdorf befindet sich im Norden des Bezirkes. Der Osdorfer Born ist eine der größten Hochhaussiedlungen Hamburgs. Im Süden gehört das großbürgerliche Villenviertel Hochkamp zu Osdorf. Lurup ist der einwohnerstärkste Bezirk Altonas und beherbergt in seinem Fußballstadion den HSV mit seinem wechselhaften sportlichen Glück. Rissen ist der flächenmäßig größte Stadtteil Altonas. Es ist nur unzureichend mit der S-Bahn zu erreichen; ich kämpfe daher für eine bessere Taktung der S-Bahn nach Rissen.

Sülldorf ist sowohl geographisch als auch sozial das Bindeglied zu den reichen Elbvororten. Zu diesen zählen vor allem die Stadtteile Nienstedten, Othmarschen und Blankenese. Sie sind gekennzeichnet durch eine homogene und eher großbürgerliche Bevölkerungsstruktur. Von Övelgönne bis zum Falkensteiner Ufer fallen die alten hanseatischen Villen ins Auge. Geradezu pittoresk ist das malerische Treppenviertel in Blankenese.

An den reichen Elbvororten wird deutlich, dass Altona auch ein Bezirk der sozialen Gegensätze ist. So liegt das Durchschnittseinkommen in Nienstedten mit über 170.000 Euro fast siebenmal so hoch wie im Altonaer Kerngebiet – in Othmarschen ist es kaum weniger. Es wundert daher nicht, dass wir Sozialdemokraten es bei Wahlen in den Elbvororten traditionell nicht leicht haben.

Was bewegt Altona?

 

„Mitte Altona“:
Die „Mitte Altona“ soll ein gemeinsam gestaltetes Wohnquartier werden. Besonders am Herzen liegt mir die Idee des „inklusive Wohnens“! Gemeinsam und solidarisch zu wohnen und zu leben

Der A7-Deckel:
Ich setze mich für den sofortigen Planungsbeginn und einen vollständigen Deckelausbau aus. Altona braucht den Deckel jetzt!

Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs im Hamburger Westen
Die Verkehrsanbindung nach Lurup und Osdorf an das S- und U-Bahn-Netz muss dringend verbessert werden. Auch die Taktung der S 1 von und nach Wedel muss verkürzt werden. Durch eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr entlasten wir Altonas Straßen und damit die Umwelt!