Gute Nachrichten für Altonas Hauptkirche St. Trinitatis: Sie erhält 2,743 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt zur Unterstützung ihrer Sanierungsmaßnahmen.

 

Matthias Bartke:

„Die St. Trinitatiskirche ist über Jahrhunderte das geistige Zentrum und das städtebauliche Wahrzeichen Altonas gewesen. Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört und in den 1960er Jahren wieder neu aufgebaut. Mittlerweile benötigt sie eine umfassende Sanierung. Mauerwerk, Dach und Orgel der Kirche sind schadhaft. Es freut mich sehr, dass der Bund die dringend notwendige Sanierung der Kirche unterstützt. Ich habe mich bei den Beratungen des Haushalts 2021 für die Sanierungsförderung eingesetzt.

Mit der Sanierung sorgt der Bund auch dafür, dass die sehr lebendige Gemeindearbeit von St. Trinitatis auch in Zukunft eine Heimat hat. Die Gemeinde lebt den Geist Altonas: Weltoffen, tolerant und gastfreundlich.“

 

Hintergrund:

Die Hauptkirche St. Trinitatis war die erste evangelisch-lutherische Kirche in Altona und befindet sich in Sichtweite des Michels. Sie wurde 1649/50 in der Zeit der dänischen Herrschaft über Altona gebaut und prägt seitdem das Stadtbild.

Die Kirche ist eines der wenigen Gebäude, das aus dem historischen Zentrum der Stadt Altona noch erhalten ist. Sie befand sich früher in einer engen Wohnbebauung, direkt gegenüber dem alten Altonaer Rathaus. Am 11. Januar 1933, drei Wochen vor der Machtergreifung der Nazis, verlasen die Pastoren in der St. Trinitatiskirche das „Altonaer Bekenntnis“ gegen die Gefahren des aufkommenden Nationalsozialismus.

Die Kirche wurde wie das gesamte Altonaer Zentrum durch die alliierten Bombenangriffe der Operation Gomorrha im Juli 1943 fast vollständig zerstört. Die barocke Innenausstattung ging verloren. Lediglich die Außenmauern und der Turmstumpf der Kirche blieben stehen.

Der Wiederaufbau der Kirche nach dem Krieg erfolgte in den 60er Jahren. Der Innenraum wurde zeitlos schlicht und modern gestaltet. Es dominieren das in einem warmen rot gehaltene Gestühl und der ebenso ausgestaltete Altarraum der Kirche.

Das fast sechzig Jahre alte Kirchengebäude hat in den vergangenen Jahrzehnten Schäden erlitten. Das gilt insbesondere für das Mauerwerk, das an Ziegeln und Mörteln zahlreiche schadhafte Stellen aufweist. Auch das Kirchendach, Regenrinnen sowie Entwässerungsgrundleitungen müssen dringend erneuert werden. Die Stahlkonstruktion des Dachstuhls und der Turmaufbauten leiden unter Rost und müssen Korrosionsschutzmaßnahmen unterzogen werden.

Von zentraler Bedeutung für die Kirche ist die Kleuker-Orgel von 1971 mit ihren 3417 Pfeifen. Auch sie ist nach einem halben Jahrhundert der Nutzung schadhaft und bedarf einer Revision.

Die notwendigen Reparaturmaßnahmen an der St. Trinitatiskirche kosten insgesamt 5,485 Millionen Euro. Mithilfe der nun bewilligten Gelder des Deutschen Bundestages können sie durchgeführt werden.

 

Für Rückfragen: Büro Dr. Matthias Bartke: +49 40 27 14 87 30

Pressebilder: http://www.matthias-bartke.de/presse/

Download: 201126 PM St. Trinitatis